Schafe statt Rasenmäher

Einrichtung: AWO Seniorenzentrum Süssendell Ideengeber/Team: Tobias Hinze
Kategorie: Gerechtigkeit

Das AWO Seniorenzentrum Süssendell verfügt über eine 1.500 Quadratmeter große Fläche, die nicht genutzt wird, jedoch kontinuierlich maschinell abgemäht werden muss. Der Kostenfaktor hierfür beträgt jährlich 850 Euro netto, also 1011,50 brutto. Zusätzlich beeinträchtigen wir die Umwelt mit etwa 2,65 kg CO2 pro Liter Diesel. Bei einer Arbeitsdauer von sechs Stunden sind das rechnerisch ca. 160 kg CO2.

Schafe können den Rasenmäher ersetzen sowie den CO2-Ausstoß senken. Sie sind anspruchsloser in der Haltung als bspw. Ziegen, da der Zaun nicht hoch gezogen werden muss. Schafe dienen der Landschaftspflege und der Artenvielfalt und tragen zum Erhalt von Insekten bei. Spätblühende und schnittunverträgliche Arten können sich ebenfalls wieder etablieren. Auch die Schafwolle trägt zur Erhaltung der Flora bei, da die Pollen daran haften und an einer anderen Stelle wieder abfallen. Das AWO Seniorenzentrum Süssendell hatte einen Aufruf gestartet, um einen geeigneten/e Schäfer*in zu finden, der/die Interesse für eine kostenlose Weidefläche hat. Den Zuschlag dieses Aufrufs (bei einer Reichweite von über 20.000 erreichte Personen) hat eine Schäferin dankend erhalten. Im November/ Dezember werden in Süssendell insgesamt vier Schafe einziehen, da ein Schaf eine Weidefläche von ca. 0,75 Quadratmeter pro Tag benötigt, ohne beigefüttert zu werden. Der Weidezaun sowie der Unterschlupf werden von der Schäferin selbst übernommen. Die Schafe ziehen hinter Haus 4 ein. Dies ist ein großer Blickfang für unsere Bewohner*innen. Die Schafe können von den Bewohner*innen gestreichelt sowie gefüttert werden und vermitteln ein Stück Heimat. Im kommenden Jahr wird der Geronto-Outdoor-Park in Süssendell entstehen. Dieser grenzt ebenfalls bewusst an das Areal der Tiere.